Truderinger Burschenverein

von 1895 e.V.

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Chronik des Vereins

Vereinsgeschichte von 1895 bis 1942

Mit Recherchen aus dieser Zeit ist es nicht wirklich leicht. Menschen die diese Zeit aktiv erlebten gibt es leider kaum mehr, viele Unterlagen gingen im Krieg verloren und auch der Zahn der Zeit hat mit Sicherheit Einiges dahingerafft. Unsere wichtigsten Quellen waren das Stadtarchiv (für die alte Satzung), unser altes Vereinsbuch (Original von 1895), die uns überlassenen Fotos aus dieser Zeit, und oftmals der reine Zufall.

Gründung 10.03.1895

1. Vereinsbuchseite
1. Seite Vereinsbuch

Der Truderinger Burschenverein wurde am 10.03.1895 im Gasthof Obermaier gegründet. Dort fanden auch die monatlichen Vereinssitzungen der Anfangs 21 Mitglieder statt. Erster Vorstand war Joseph Westermair, Kassier Max Oberhuber, Schriftführer Joseph Seidl. Der Mitgliedsbeitrag belief sich auf monatlich 40 Pfennig welche bei den regelmäßigen Versammlungen, jeden 1 Sonntag im Monat entrichtet wurden. Erste Ehrenmitglieder durch Heirat gab es bereits im Jahr 1897.

Der Zweck des Vereins war ein Sozialer, „die Erzielung einer Einheit und Gemütlichkeit unter den Ortsburschen und die jeweilige notwendige Unterstützung von der Vereinskasse, in der Militärzeit oder bei Krankheit eines Mitgliedes“.

Viele Ausgaben gab es dementsprechend für Burschen welche seinerzeit beim Militär waren. Es war seinerzeit üblich, das die Burschenvereine ihren sich im Krieg befindlichen Mitgliedern Päckchen mit Essen und Zigaretten zukommen liesen. 1916 waren von 19 Burschen 13 im Militärdienst. Bereits 1916 enden die Aufzeichnungen ein Erstes mal aufgrund der Kriegsgeschehnisse. Der Neubeginn fand 1919 statt. Der jährlich gestiftete Kranz für die gefallen Mitglieder und Freunde am Kriegerdenkmal war genauso selbstverständlich wie die aus der Vereinkasse gezahlten Hochzeitsgeschenke.

Hätte sich der Verein aufgelöst so wäre der vorhandene Kassenbetrag an die Ortsarmenkasse gefallen.

Der Truderinger Burschenverein war der dritte Verein der in unserer Ortschaft gegründet worden ist. Zuvor wurden bereits die Truderinger Feuerwehr im Jahr 1874 gegründet, und die Zimmerstutzengesellschaft im Jahr 1891. Die Feuerwehrabteilung Trudering besteht noch heute, integriert in die Freiwillige Feuerwehr München. Die Zimmerstut-zengesellschaft existiert nicht mehr, jedoch wird ihre Fahne heutzutage noch vom Truderinger Buam Festring als die Seine verwendet.


FOTO: Seite aus dem Vereinsregisterauszug

Faschingsball


FOTO: Flyer

Der erste Faschingsball (Lumpenball) fand bereits 1898 statt. Er war im Laufe der Vereinsgeschichte eine der häufigsten Veranstaltung des damaligen Burschenvereins. Der Vereinsdiener wurde losgeschickt Plakate anzuschlagen. Luftschlangen und Faschingsmützen wurden besorgt, welche dann auf den Bällen verkauft wurden. Selbstverständlich war auch für eine entsprechende Saaldekoration gesorgt. Es gab jedesmal ein Blumen-Budget, und im Jahre 1928 ist sogar von einer Ballkönigin die Rede. Wobei diese Ehre nicht umsonst war, da man anhand der alten Unterlagen sieht, daß sie dafür gespendet oder gezahlt hat. Wie üblich bei Tanzveranstaltungen gab es Tanzzeichen. Der letzte Ball der Truderinger Burschen fand im Jahr 1938 statt. Die Veranstaltungen des Burschenvereins hatten ihren Ruf über Trudering hinaus, das es wohl zünftig zuging kann man dem Foto entnehmen.


FOTO: Die Ballanwesenden

Haberfeldtreiben in Trudering 18.02.1911

Eines der letzten Haberfeld Treiben Bayerns findet in Trudering statt. 23 Burschen zogen in den Faschingstagen des Jahres 1911 aus um Vorfälle anzuprangern, welche sich im Ort ereignet hatten. Unter der Leitung von Reinhard Wild, der „wuide Wuid“ trieben sie es soweit, bis die Gendarmerie eingriff und versuchte, dem Treiben ein Ende zu setzen. Es kam zu Handgreiflichkeiten und es fielen Schüsse. Schließlich konnte man den Gesetzeshütern entwischen und, wie man meinte, unerkannt das Weite suchen. Das dem nicht so war zeigte sich in der Anzeige der geschmähten Truderinger Bürger wegen groben Unfugs. Mehr unter: Die Haberer von Trudering

 

Vereinsdiener ab 1919

Ein Luxus den wir uns heute nicht mehr leisten (Die Wiedereinführung ist jedoch gerade in Planung J ). Er wurde wie im Jahr 1933 unter anderem für das Kartenaustragen des Faschingsballes gebraucht, und dafür mit 1 Reichsmark entlohnt eine weitere Tätigkeit war das Anschlagen der Plakate. Diese Funktion gab es wohl bis zur Einstellung der Vereinstätigkeit und wurde vermutlich von einem neuen oder sehr jungen Burschen ausgeübt.

Fahnenweihe 09.05.1920


FOTO: Gruppenbild mit Fahne

Bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg entschlossen sich die Truderinger Burschen dazu eine Fahne anfertigen zu lassen. Aufgrund der vielen freiwilligen Spenden zur Fahne lies sich das auch schnell umsetzen. Die Anschaffungskosten beliefen sich damals auf 1800,- Reichsmark (RM). Es gab einen 2-Mann Festausschuß, der wahrscheinlich alle Hände voll zu tun hatte um diese Feier zu organisieren, die im großen Stiel (1000 Festzeichen wurden geordert) begangen wurde. Einladungen und Programme wurden gedruckt, 21 Komiteeschleifen, 3 Hutschnüre, 3 Scherpen, Tanzzeichen, Vereinstafeln und Ansichtskarten angeschafft. Die Kosten für die Genehmigung der Fahnenweihe beliefen sich auf 32,40 RM zusätzlich waren Lustbarkeitssteuer und 17,5 % Luxussteuer zu zahlen.

Am 09.05.1920 fand die Fahnenweihe statt. 40 Böllerschüße wurden als Salut geschossen, es gab einen Glückshafen und eine 10-Mann-Kapelle spielt zum Tanz auf. Die Musik kostete seinerzeit schon 480,- RM und as und trank zusätzlich für 150,- RM . . . Musiker eben! J

Voraussichtlich wurde die Fahne in der alten Truderinger Dorfkirche St. Peter und Paul geweiht. Die Kirche wurde 1932 wegen des starken Zuzuges nach Trudering bis auf den Turm abgerissen und vergrößert wieder aufgebaut, wobei der Turm bei der neuen Kirche nicht mehr am Ende, sondern nunmehr an der Seite der Kirche steht. Sie wurde am 24.05.1936 wieder eingeweiht. Die zwei Fotos stammen noch aus der Zeit vor dem Umbau.

Vorstandschaft zur Fahnenweihe 1920

 

Vorstand Empl Andreas (späterer Gemeinderat von Trudering / Eingemeindung Truderings)
Kassier Fischer Franz
Schriftführer Kraft Josef
Kassenrevisor Lehrer Philipp
Ausschuß Bauer Martin
  Böck Wilhelm
Vereinsdiener Braun Johann


Auch an anderen Fahnenweihen nahmen die Truderinger Burschen teil wie am 27.05.1923 in Perlach, im August 1932 in Grasbrunn, oder im Juni 1933 in Kirchheim. Der Ausflug zu Perlacher Fahnenweihe war wohl der teuerste der Vereinsgeschichte. Er verschlang aufgrund der Inflation die stolze Summe von 11.085 RM.

Der höchste Mitgliedsbeitrag belief sich seinerzeit auf 12.000 Reichsmark im August 1923 (Stand Januar 1923 waren 50 Reichsmark). Auf die Erhebung der Mitgliedsbeiträge wurde deshalb ab August verzichtet!

Vereinsausflüge

Die Burschen machten seinerzeit diverse Ausflüge, zumeist um Veranstaltungen anderer Vereine wie den Perlacher Lumpenball, das Gartenfest oder die Christbaumfeier in Riem zu besuchen. Feste in Putzbrunn, Unterhaching, Siegertsbrunn, Grünwald besuchte man mit einem eigens gechartertem Fuhrwerk.

Christbaumfeier

Während der Lumpenball wohl nicht jedes Jahr stattfand, war die Christbaumfeier eine seit 1896 regelmäßig stattfindende Veranstaltung. Mit dieser im Kassenbuch als Christbaumfeier bezeichneten Veranstaltung ist wohl das Aufstellen des Dorfchristbaumes gemeint.

Christbaumspenden der Truderinger Burschen gab es über mehrere Jahre an den Fußballclub, den Veteranen- und Kriegerverein, die Sanitätskolonne, und die Riemer Burschen (in Riem gab es keinen Wald)

Weitere Feierlichkeiten

Kirchweihtanz (erstmalig am 17. Oktober 1920 und dann in unregelmäßigen Abständen)
Silvesterfeier (1921)
Schafkopfrennen (ab Dezember 1932 regelmäßig)
Der 1. Preis war ein Schwein. Das Schafkopfrennen am 15.04.1939 war die letzte Veranstaltung des Truderinger Burschenvereins.
Kathreintanz (Dezember 1934, 2 x)
Junggesellenabschiede


FOTO eines Junggesellenabschieds

Nachdem von diesen Feierlichkeiten mehrere Fotos existieren, ist er wohl jedem Bräutigam in spe zu Ehren gefeiert worden. Zu diesem Anlass wurde ein Faß Bier angezapft, auf welchem der Name des zukünftigen Hochzeiters stand. Das seinerzeit typische dunkle Bier durfte der jeweilige Bräutigam aus dem großen Vereinskrug trinken, welcher im Jahr 1900 für 13 Reichsmark erstanden wurde und auch unten auf dem Gruppenfoto zu sehen ist. Während anfangs der Gasthof Obermaier als Vereinslokal diente, zeigen die Fotos der Junggesellenabschiede das Gasthaus Göttler, das jetzige Truderinger Wirtshaus. Zwischenzeitlich wurde auch in der Wirtschaft vom Westinger gefeiert. Diese Lokalität gibt es heut nicht mehr. Jedoch steht das Gebäude noch heute, direkt gegenüber des Truderinger Bahnhofs. Dieses Gebäude sieht man auch im Hintergrund des Gruppenfotos, auf dem auch der Anführer der Haberer von 1911 Reinhard Wild mit seiner Zither zu sehen ist.


FOTO Großes Gruppenfoto mit Wild

Einstellung der Vereinstätigkeit 18.09.1942

Die letzten Ausgaben aus der Vereinskasse waren im Jahr 1940 ein Grabkranz, ein Hochzeitsgeschenk und Zigaretten für die sich im Krieg befindlichen Burschen. Wie nah das Leben und der Tod damals zusammen lagen kann man sich anhand dessen wohl nur zu gut vorstellen.

Der letzte Eintrag im Vereinsbuch:

„Durch die Kriegsverhältnisse wurde auf die Erhebung von Beiträgen verzichtet. Der offene Betrag des Verlustabschlusses wurde vom Kassier H. Graf beglichen, der beim Ausscheiden aus dem Verein am 18. Sept. 42 zu Gunsten des Vereins auf eine Rückzahlung verzichtet.“

Aufgrund der Kriegswirren war eine Fortführung der Vereinstätigkeit wohl nicht mehr möglich. Mit dem Ausgleichen des Fehlbetrages von 15,87 Reichsmark war die Vereinstätigkeit ab diesem Datum wohl eingestellt.

Vereinsgeschichte ab 1998

Vorgeschichte

Ein kalter Februarabend im Jahr des Herrn 1998, ein Schäfflerjahr, genauer gesagt am Sonntag 22.02.1998. Es ist kalt, Schneetreiben, ein Bus voll mit der Tanzgruppe der Original Münchner Schäffler und Musikern des Truderinger Musikvereins fährt zu einem Auftritt nach Fürstenfeldbruck. Nur noch wenige Tage bis zum Ende der Schäfflerzeit. Wehmut. So schön war die vergangene Zeit. Gemeinsame Auftritte, Gaudi, Gemeinschaft …. Schade wenn das jetzt alles war.

Ein Gedankenfunke, eine Idee, . . . . ein Burschenverein muß her. Und obwohl Trudering viele Vereine hat (alleine 7 Sportvereine), gab es noch keinen Burschenverein. Das haben wir geändert.

 

Wiedergründung 1998


FOTO Wiedergründer im Obermaier

Am Donnerstag 07.05.1998 fanden wir uns im Gasthof Obermaier ein um den Truderinger Burschenverein von 1998 zu gründen. Damals wussten wir noch nichts von unseren Vorgängern, und haben ohne die historischen Wurzeln zu kennen eine Geschichte fortgeschrieben, die für lange Zeit unterbrochen war, und auf die wir erst im Sommer 2002 stoßen sollten.

Wiedergründungsmitglieder waren Thomas Aigner, Markus Aurnhammer, Markus Becker, Stefan Falkensteiner, Robert Gres, Christian Hollweck, Christian Pilz, Karl Spitlbauer, Thomas Wagner, Stephan Watzinger. Friederike Steinberger stand uns als Vorsitzende des Truderinger Musikvereins fachlich zur Seite.

Unser Verein ist seitdem stetig gewachsen an Mitgliedern und auch an Aktivitäten. Wir sind mit dem Verlauf der Vereinsentwicklung selbst sehr zufrieden. Auch die Akzeptanz bei der Truderinger Bevölkerung ist sehr groß, wenn auch hin und wieder noch Erklärungsbedarf besteht bezüglich dessen was wir den so alles machen, und das ein Burschenverein nicht das selbe ist wie eine studentische Burschenschaft. Nun ja wir arbeiten auch weiterhin daran Tracht und auch ein wenig Tradition den jüngeren Truderingern näher zu bringen.

Eines sei an dieser Stelle noch gesagt der Truderinger Burschenverein besteht nicht nur aus Truderingern. In dieser Beziehung unterscheiden wir uns wohl von vielen anderen Burschenvereinen, die zumeist nur aus den ansässigen Ortsburschen bestehen. Für uns war immer schon ausschlaggebend, daß unsere Mitglieder sehr gut miteinander können und Harmonie herrscht. Nur so macht ein Verein wie der unsere erst richtig Spaß.

So kam es, das unsere Mitglieder quer durch München fahren (Schwabing, Hadern, Ramersdorf oder Sendling) bzw. von noch weiter her sind (Unterhaching, Traunreut, Starnberg, nicht zu vergessen unser Deparndance in London!). Es muß halt passen! Mitgliedschaften sind bei uns relativ, bei uns zählen Freundschaften!

Das alte Vereinsbuch “Mit Gott” Juli 2002


FOTO Buch und Innenseite

Eine schriftliche Schatztruhe bekamen wir von Frau Anna Weiß aus Trudering geschenkt. Das originale Vereinsbuch das seit der Gründung des Vereins im Jahre 1895 geführt wurde und im Jahre 1942 seinen letzten Eintrag bekam. Das Buch überdauerte einige Jahrzehnte auf dem Dachboden eines Truderinger Bauerhofs und tauchte erst bei dessen Räumung wieder auf. Es beinhaltet die Namen aller Mitglieder, die jeweilige Vorstandschaft, die Mitgliedsbeiträge, Jahres- und Festabrechnungen, Schriftverkehr und Versicherungsscheine für die Fahne. Jedes Jahr wurde mit der Überschrift “Mit Gott” begonnen. Für uns stellt dieses Buch einen wahren Schatz dar, der uns viel über unsere Vereinsvorgänger verraten hat. Es ist ein Stück Truderinger Geschichte aus einer Zeitepoche die mit Sicherheit sehr interessant, spannend und entwicklungsreich war, und zugleich sehr viel Unheil erlebte.

Vielen Dank sei an dieser Stelle auch Herrn Otto Winheim und Herrn Hans Lehrer “Der Pressewart und Federfuchser vom Isargau” für die uns überlassenen Bilddokumente ausgesprochen, welche uns bei der Restaurierung der Fahne sehr geholfen haben. Anhand der Bilder konnten wir zum einen die nicht mehr vorhandenen Teile der Fahne so original wie möglich nachbilden lassen, als auch einen Einblick über die Mitglieder und das Vereinsleben unserer “Vorgänger” bekommen. Hans Lehrer wurde 1942 im Bognerhof geboren, und nachdem auch ihm die Feste der Burschen an seiner Geburtsstädte sehr gut gefallen, ist er dem Burschenverein auf seine ganz eigene Weise verbunden.

Sollten auch Sie liebe Leser noch Unterlagen haben (Schriftstücke, Fotos, etc.), welche die Geschichte unseres Vereines aus der Zeit 1895 – 1942 ergänzen könnten, bitten wir Sie darum sich bei uns zu melden, um eine Kopie Ihres Originals für uns anfertigen zu können.

Nach der Erkenntnis, das unser junger Verein wohl doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte, passten wir uns und unseren Vereinsnamen den neuen Gegebenheiten an, und änderten die Jahreszahl von 1998 auf 1895. Seitdem firmieren wir unter „Truderinger Burschenverein von 1895 e. V.“.

Diese Änderung im Namen sollte sich auf die nun kommenden Geschehnisse sehr positiv auswirken.

Wiederauftauchen der Fahne im Februar 2003

Im Februar 2003 direkt nach unserem damaligen Faschingsball erhielten wir einen Anruf aus Starnberg.

“Ich hab da was, das gehört wahrscheinlich zu euch. Es schaut aus wie der Teil einer Fahne, und es steht Burschenverein Trudering 1895 - 1920 darauf”, teilte uns ein Herr mit, der durch eine Zeitungsanzeige bezüglich unseres Balls (des Truderinger Burschenverein von 1895 e. V., gut das wir die Jahreszahl geändert hatten) auf uns aufmerksam wurde. Zwei Tage später fuhren wir nach Starnberg um das gute Stück zu begutachten. Wir staunten nicht schlecht (gerührte Sprachlosigkeit passt wohl eher) als wir das Innenteil einer Seite der alten Burschenfahne vor uns liegen hatten. Er habe da noch einen Teil, wobei er allerdings nicht wüsste, wem dieser gehören könnte. Auf jenem ist der Heilige Georg abgebildet. Daß dieser Teil die Rückseite der alten Burschenfahne war wussten wir aufgrund der uns von verschiedenen Seiten her überlassenen Fotos.

Als nach dem Krieg der Burschenverein nicht mehr weitergeführt wurde (die Vereinstätigkeit wurde bereits 1942 eingestellt), gelang die Fahne in die Hände des Truderinger Schützenverein, der die Fahne 1953 zu seiner umändern ließ. Dabei wurden beide Innenteile herausgetrennt, und lediglich die Ränder weiterverwendet. Bei dieser seinerzeit in Aschheim ansässigen Fahnenstickerei arbeitete die Tante des netten Herrn aus Starnberg, welche ihm die nicht mehr benötigten Innenteile schenkte. Unser Glück, denn wären diese zwei Fahnenteile, von denen niemand gedacht hätte das sie überhaupt noch existieren, in andere Hände gelangt, hätten wir sie vielleicht nie bekommen. Ein herzliches Dankeschön dem Herrn aus Starnberg, Herrn Gerd Hofele, der uns beide Innenteile ohne wenn und aber überlassen hat.


FOTO Beiden Fahneninnenteile

Die Fahnenmutter Herbst 2004

Da muaß a Gscheide her! Eine die wir schon sehr lang kennen, mit der man gut kann, die aus Trudering ist, die des gewisse Gspür hat für so was, eine . . . Traudl Obermaier! Nachdem Sie erst von verschiedenen Seiten überzeugt worden war, daß das eine sehr ehrenvolle Aufgabe ist (auch bei einem Haufen junger Burschen) war sie die beste Fahnenmutter, die wir uns vorstellen hatten können!

Und nicht nur in der Auswahl ihrer Person hatten wir sehr großes Glück, nein auch der Zufall spielte wieder mit. Als wir uns zu ersten Besprechung bezüglich des Fahnenbandes der Fahnenmutter trafen, kam das Gespräch schnell auf zwei Fahnenbänder die sich schon seit Jahren in Ihrem Familienbesitz befänden (und welche die Familie Obermaier erst vor ein paar Jahren aufwendig restaurieren hat lassen), jedoch leider niemand mehr wüsste wem diese gehören. Wir kannten das Problem mit Informationen aus dieser Zeit sehr gut. Menschen die damals dabei waren Leben meist nicht mehr, und die einzige Informationsquelle stellt hier im normalen Fall die Kirche dar, welche viele Daten und Unterlagen aufhebt. Leider ist es in Trudering jedoch nicht möglich in alten kirchlichen Unterlagen zu suchen, da alles was vorhanden war beim Einschlag einer Fliegerbombe in das Pfarrhaus 1944 zerstört wurde. Bekannt war nur das auf der Fahne eingestickte Jahr der Weihe; 1924. Schade, 1920 wäre unser Weihejahr gewesen. Dennoch vereinbarten wir einen Termin um die Bänder die aus derselben Epoche wie die unseren stammten zu begutachten, und um uns Anregungen zu holen für die Gestaltung der neu anzufertigenden eigenen Fahnenbänder. Als wir uns tags drauf trafen wurden wir bereits mit einem Strahlen im Gesicht empfangen. Unsere Fahnenmutter hatte sich im Datum getäuscht. Es war der 09.05.1920 und somit waren beide Fahnenbänder von unserer ursprünglichen Fahne. Eines von der Fahnenjungfrau Maria Obermaier, und eines von den Jungfrauen Truderings. Somit hat sich auch hier die Vergangenheit mit der Gegenwart getroffen.

Im Jahr 1920 war Frau Maria Obermaier die Fahnenjungfrau der Truderinger Burschen, und im Jahr 2005 ist Frau Traudl Obermaier ihre Fahnenmutter. Vielen Dank!

FOTO Nach der Fahnenweihe Foto der Fahnenmutter Traudl Obermaier mit Ihrem Fahnenband einsetzen

Patenbitten beim Truderinger Buam Festring Herbst 2004

Wie kommt man zu einem Patenverein? Man inseriert eine Anzeige in einer Zeitung! Das klingt zwar etwas unüblich, war aber in unserem Fall fast so. Wobei wir selbst eigentlich gar nichts dergleichen in die Wege geleitet haben.

Im Sommer 2004 hatten wir einen Bericht an die Zeitung Hallo gegeben, in dem wir unter anderem nach dem alten Patenverein zu unserer Fahne aus dem Jahre 1920 suchten, um unsere chronistischen Vereinsarbeiten voranzutreiben. Aus der Überschrift „Der Truderinger Burschenverein sucht seinen Patenverein“, wurde im Zeitungsbericht der „Der Truderinger Burschenverein sucht einen Patenverein“. Ein kleiner Buchstabe (s), der die Bedeutung komplett ändert. Bereits wenige Tage später meldete sich der Truderinger Buam Festring bei uns, und teilte uns mit das sie die Patenschaft schon übernehmen würden. Somit kamen wir ganz unverhofft zu unserem Patenverein. Nachdem der Truderinger Buam Festring eine ähnliche Vereinsausrichtung hat wie wir (Faschingstreiben, Festwoche, Maibaum, Kirchweihfest, Christbaumfeier), und zugleich als Ortsverein fast schon eine Institution ist, waren wir sehr erfreut, daß sie sich als Paten für unsere Fahnenweihe angeboten haben.

Lustig ging es ein paar Wochen später im Kirchweihfestzelt zu, als wir uns dann offiziell darum bemühten den Truderinger Buam Festring als Paten für unsere neu restaurierte Vereinsfahne zu bekommen. Zum Glück hatte der Festring einschnelles Einsehen mit uns und ließ uns nur kurz, so wie es Brauch ist, auf dem spitzen Holzscheit knien. Von der Verabreichung der für solche Ereignisse vorgesehenen Speisen (Zwangsessen) wurde wohlwollend abgesehen. Als Dank für die angenommene Patenschaft überbrachten wir dem Festring ein Faß Bier und eine ordentliche Brotzeit auf einem festlich geschmückten Leiterwagerl. Beide Vereine freuen sich jetzt schon auf eine festliche Fahnenweihe 2005.

FOTO vom Patenbitten einsetzen

Auf dem Foto sind die beiden Festring-Vorstände Hans Wieser und Helmi Risch sowie Markus Becker

(1. Vorstand Burschenverein) und Christoph Saur (Festausschussvorsitzender) zu sehen (vl).

Fahnenweihe und 110-jähriges Bestehen des Vereins 2005

Das Vereinsjahr 2005 stand ganz im Zeichen der Fahnenweihe und des 110-jährigen Bestehens des Vereins. Viel Vorbereitungsarbeit und einige Treffen waren nötig. Die zahlreiche Teilnahme an allen Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen zeigte das Interesse und die Freude unserer Mitglieder am Verein.

Am 10. März 2005 feierten wir das taggenaue 110- jährige Bestehen des Truderinger Burschenvereins mit einer kurzen Andacht am Feldkreuz Birthälmerstr. / Salzmesserstr. mit anschließender Jahreshauptversammlung.

FOTO Bambino / Burschen winkend

Das Stadlfest war wieder ein großer Erfolg und eine wunderschöne Veranstaltung, aber leider auch zugleich unsere letzte im Bognerhof. Direkt nach dem Stadlfest zogen wir mit dem größten Teil unseres Inventars in den neuen Feststadl an der Feldbergstraße.

FOTO vom Feststadl

Dort wurde in den nächsten Wochen ein sehr großes Arbeitspensum geleistet das uns allen sehr viel abverlangte. So montierten wir drei Wochen lang die komplette Elektrik, verlegten Kabel und dekorierten den Stadl mit Spezialstoff. Danach ging es allerdings erst richtig los mit dem Aufbau im neuen Stadl für unser Weinfest und den letzten Vorbereitungen zur Fahnenweihe.

FOTO Bild vom Aufbau?

Wie so oft kommt aber immer etwas anders so auch bei diesem Fest. Einen Tag vor der Fahnenweihe erfuhren wir, daß die uns zugesicherten Fahnenständer für 40 Fahnen leider nicht zur Verfügung standen. Unsere Gesichtsfarbe war zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit nicht mal mehr als blass zu bezeichnen. Nun war schnelles Handeln gefragt, und fachmännische (Schreiner-) Hilfe. Innerhalb von 24 Stunden zimmerten uns zwei Onkel eines Burschen zwei Fahnenständer für unser Fest, die wir pünktlichst genau zum Beginn des Festes hatten.

FOTO der Fahnenständer

Unsere zwei Fahnenständer für jeweils 20 Fahnen können auch gemietet werden.

Samstag 10. September 2005 / Der Tag unserer Fahnenweihe

Das Festprogramm zur Fahnenweihe als PDF zum runterladen.

Unser Fest war für alle ein Erlebnis! Schon früh am Vormittag kamen unsere ersten Freunde, Gäste und Vereine mit ihren Fahnenabordnungen um mit uns unser Jubiläum zu feiern. Der Truderinger Musikverein umrahmte sowohl im neuen Feststadl als auch beim anschließenden Festgottesdienst unsere Feier. Nach einem griabigen Weißwurstfrühstück sind wir noch trocken zur Kirche St. Peter und Paul gekommen.

FOTO Festdamen

Leider wurde unser Herr Pfarrer Herbert Kellermann, mit dem wir sehr schöne Stunden und interessante Gespräche in der Vorbereitungszeit führten, kurz vor unserer Fahnenweihe krank. Mit seinem Bruder Werner Kellermann hatten wir, Gott sei Dank, einen Helfer gefunden, der sich schnell und direkt zur Verfügung stellte und unsere Fahnenweihe mit seiner wunderschönen Predigt und dem festlichen Gottesdienst prägte. Zu unser aller Freude ist Herr Pfarrer Herbert Kellermann mittlerweile wieder soweit genesen, daß er wieder für uns da sein kann.

FOTO Kirche

Der Truderinger Trachtenverein böllerte drei Salven zu Ehren unserer frisch geweihten Fahne und im Anschluß marschierten wir in einem etwas feuchten Festumzug von der Kirche zum Feststadl, den wir mit unserer Jubiläumsveranstaltung einweihten.

FOTO Festumzug

Unser am Abend stattfindendes Weinfest, war bestens besucht von begeisterten Gästen, die uns auch in unsere neue Heimat dem Feststadl an der Feldbergstraße gefolgt sind. Die Show- und Gaudiband Hefe 10 sorgte dafür, daß sich wohl jeder gerne an dieses sommerliche Highlight erinnert. Alles in allem eine Fahnenweihe wie man sie sich wohl kaum schöner wünschen kann.

FOTO vom Fest ???

Wir wollen uns hier auch noch mal bei allen Mitwirkenden, Helfern und guten Geistern im Hintergrund bedanken, ohne die alles das nicht möglich wäre, was wir machen und veranstalten. Wir richten an alle ein herzliches Vergelt´s Gott! Unser besonderer Dank gilt dem Truderinger Musikverein e. V., der von Anfang an viele unserer Feste musikalisch begleitet hat, dem Truderinger Trachtenverein e. V. fürs Böllern, dem Förderverein Truderinger Buam Festring e. V. fürs „Dach überm Kopf“ (unserer neuen Heimat im Festringstadl in dem wir noch viele schönen Feste für die Truderinger und unsere Gäste von weiter her veranstalten wollen) und ganz im Speziellen dem Truderinger Buam Festring e. V. für die Übernahme der Patenschaft für unsere Fahne.

Das Jahr 2006

2006 war für uns selbst ein eher ruhiges Jahr. Zwar konnten wir ein wunderschönes Stadlfest feiern (bei tropischen Temperaturen) jedoch mussten wir unser Weinfest absagen. Wir wünschen uns für 2007, daß alle Schwierigkeiten behoben sind und wir uns wieder dem Amüsement der Truderinger und ihrer Gäste widmen können. Im Frühjahr erhielt unsere neue Heimat, der Feststadl an der Feldbergstraße nun auch den kirchlichen Segen durch Herrn Geistlichen Rat Herbert Kellermann. Ein besonderes Highlight für uns war auch das Aufstellen des Maibaums in Kirchtrudering durch den Förderverein Truderinger Buam Festring. In den Wochen davor hatten wir zwei nächtliche Maibaumwachen. Ein Gauditurnier wurde durchgeführt und eine weitere Nacht umrahmte unser Biersommelier und 2. Vorstand Florian Riedl mit seinem Fachwissen rund um das Thema Bier. Am 1. Mai waren wir sodann eifrig dabei, Bier aber auch antialkoholische Getränke für den Festring und dessen Maibaum zu verkaufen. Unser Vereinsjahr schlossen wir wie immer mit einem besinnlichen Hüttenwochenende ab.

Das Jahr 2007 – Die Zukunft beginnt

Kontinuität war für uns die letzten Jahre enorm wichtig. Wichtig für jeden, der sich auf den Truderinger Burschenverein von 1895 e. V. seit der Wiedergründung im Mai 1998 „eingelassen“ hat. Ganz gleich ob als Mitglied, Förderer, befreundeter Verein, Werbe- oder Geschäftspartner. Wir möchten uns bei jedem Einzelnen (und es waren wirklich sehr, sehr viele) ganz besonders bedanken und ein herzliches „Vergelt´s Gott“ sagen. Viel von dem was für uns getan wurde, war bei weitem nicht selbstverständlich, aber für uns in den jeweiligen Momenten von enormer Bedeutung.

Aufgrund dieser angestrebten Überlebensfähigkeit werden wir im Jahr 2007 damit beginnen uns neu auszurichten und personell neu aufzustellen. Die Zeit der Jungen in unserem Verein ist gekommen, und liegt uns sehr am Herzen. Wir hoffen, daß Sie alle auch der nachfolgenden Generation Ihren wohlwollenden Zuspruch gewähren, denn nur so ist es auch für uns möglich die Kontinuität aufrechtzuerhalten und die diversen Veranstaltungen durchzuführen.

Herzlichen Dank bereits im Voraus!

Auch 2007 konnten wir leider kein Weinfest veranstalten. Unser Stadlfest hatte es aber dafür in sich. Wir starteten bei sommerlichen Julitemperaturen in einen wunderschönen Abend und wurden um 20.30 h von einem Hagelschauer heimgesucht, der es in sich hatte. Aus Sommer mach Winter war die Devise, denn in 20 Minuten lagen draußen ca. 15 cm Eis und Hagel. Der durch den Hagel verursachte Lärm auf dem Stadlblechdach war lauter, als unsere Band Crossfire, welche verdutzt aufhörte zu spielen. Gott sei Dank waren nur einige Pavillons in Mitleidenschaft gezogen und einige Burschen pitschnass geworden. Wir konnten unter den abgekühlten Umständen ganz gut weiterfeiern.

Das Jahr 2008 – Neuorientierung

Aus der Not heraus, auch in Zukunft nur ein Fest im neuen Stadl feiern zu können, suchten wir nach Alternativen für ein zweites Fest. Wir realisierten nach nur 8 Wochen Vorlaufzeit das 1. Truderinger Sonnwendfeuer auf der Obermaierwiese in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Trudering und dem Truderinger Musikverein. Nach wochenlang schlechtem Wetter erwischten wir mit dem Festtag den ersten schönen Samstag und waren schier fassungslos über den grandiosen Zuspruch der Truderinger Bürger zu unserem Fest. Eine wunderschöne Gemeinschaftsaktion war ins Leben gerufen.

Nach langer Überlegung hatten wir unser traditionelles Stadlfest zu Gunsten des Truderinger Weinfestes momentan auf Eis gelegt. Als unsere einzige Veranstaltung im Stadl wollten wir damit neue Akzente setzen, was uns auch mit Sicherheit gut gelungen ist. Unser somit 4. Weinfest war ein voller Erfolg und zugleich der letzte Auftritt der Band Crossfire, welche uns fast von Anfang an musikalisch begleitet hatte. Leider löste sich die Band auf und kann somit nicht mehr für uns rocken.

Die Waldweihnacht war eine weitere Erneuerung in diesem Jahr. Eine Wintersonnwend-Weihnachtsfeier mitten im Truderinger Wald. Idylle und Flair pur! Man sah vor lauter Bäumen und Menschen schon nicht mehr was 3 Meter weiter ist. Die Waldweihnacht ist allerdings keine Veranstaltung des Truderinger Burschenverein, sie wird von uns lediglich logistisch, gastronomisch und werbetechnisch unterstützt, was den Spaß aber keinesfalls mindert. Die Feuerwehr und der Musikverein sind auch wieder mit dabei im Truderinger Sonnwendgespann.

FOTO Sonnwendfeuer

Das Jahr 2009 – Ganz viel Arbeit

Gemäß dem Motto jedem Jahr sein Special, hatte selbstverständlich auch 2009 seine Besonderheiten zu bieten: Sonnwendfeuer x 2! Das Jahr war ziemlich feucht und durchwachsen, was uns dazu zwang auf Risiko zu spielen und das Sonnwendfeuer durchzuziehen. Außerhalb Trudering war das Wetter an jenem Tag auch einigermaßen in Ordnung, aber in Trudering ging um punkt 14.00 h ein Hagelgewitter runter, welches die gesamte Obermaierwiese unter Wasser setzte. Ein kleiner Weltuntergang für ca. 30 min. Danach haben wir hunderte Brezn an die dennoch kommenden Feierwilligen verschenkt und haben die über 1000 Semmeln karitativen Einrichtungen gespendet.

Eine Woche später hatten wir mehr Glück. Es regnete zwar fast die ganze Woche, aber während es in Waldtrudering auch noch den ganzen Samstagnachmittag regnete, schien über der Obermaierwiese schon die Sonne. Was man mit dem Pfarrer Geistlichen Rat Herbert Kellermann so alles bewirken kann … J. Die Gäste kamen in Scharen und feierten was das Zeug hielt.

Beim diesjährigen Weinfest spielte wie bei den ersten beiden Malen bereits die Showband Hefe 10 und sorgte für gigantischen Ohrenschmaus. Den aktiven Abschluss des Jahres bildete wieder die Waldweihnacht im Truderinger Wald.

FOTO Waldweihnacht

 

Wir sind gerne mit unserer Fahne dabei, wenn es um kirchliche oder weltliche Feste in und um Trudering geht. Das frühe Aufstehen, gerade bei kirchlichen Festen, ist jedoch nicht für jeden von uns eine leichte Übung. So kam es auch schon mal vor, daß die Fahnenabordnung ohne Fahne dastand, da der „Fahnentransporteur“ für diesen Tag verschlafen hatte und dadurch zu spät kam. Jedoch mogelte man sich mit einer kleinen Verspätung in die Reihen der anwesenden Fahnenabordnungen und macht mit dem freundlichsten (verschlafensten) Lächeln alles wieder wett.

Wir sind um Besserung bemüht! :- )

FOTO eines schlafenden Burschen

Wir freuen uns auch darauf, weiterhin dem Gemeinwohl unseres „Dorfes“ in Form von schönen Festen dienen zu können, und werden hierbei auch wie bisher immer nach Verbesserungen suchen.

 

Das Jahr 2010 – Viele Termine

Mit unserer Fahne waren wir sowohl bei der Fronleichnamsprozession in St. Peter und Paul als auch beim Volkstrauertag am Truderinger Kriegerdenkmal mit dabei. Der 70. Geburtstag von unserem Geistlichen Rat Pfarrer Herbert Kellermann wurde am 13.11.2010 mit einem Ehrengottesdienst mit 32 Fahnenabordnungen in der restlos überfüllten Kirche St. Peter und Paul und dem anschließenden Empfang im Wappensaal Riem nachgefeiert. Hier waren wir sehr gerne als Gast mit dabei.

Bereits zum dritten Mal haben wir zusammen mit den Freunden der Freiwilligen Feuerwehr Trudering von 1874 e.V. das Truderinger Sonnwendfeuer auf die Beine gestellt. Auch in diesem Jahr waren zusätzlich zum Truderinger Musikverein e.V. noch der FC Stern und das Bayrische Rote Kreuz als Kooperationspartner mit im Boot.
Wiederum war das Wetter sehr unstabil, jedoch konnten wir rechtzeitig auf den Zweittermin schieben, an welchem dann herrlicher Sonnenschein und beste Temperaturen herrschten. Lediglich am Vortag ärgerte uns ein vorbeiziehendes Gewitter mit seinen Windböen, was zu einigen Mehrarbeiten führte.

Der Weinfestaufbau wird dank unserer über die Jahre gewonnenen Routine immer besser. Auch heuer hatten wir ein volles Haus. Die Band Hefe10 heizte unseren Weinfestgästen richtig ein und die Stimmung war bombastisch.

Eine Besonderheit dieses Jahres war unsere Unterstützung des Truderinger Trachtenvereins, bei der Lebenden Krippe und dem kleinen Christkindlmarkt auf der Wiese zwischen dem Stadl und dem Bürgerhaus am ersten Adventwochenende.

Der Hüttenausflug auf die Stocker-Hütte war wieder sehr entspannt und ließ das Jahr 2010 gemütlich ausklingen.

Zum Jahresabschluss unterstützten wir zum dritten Mal die Waldweihnacht von St. Peter und Paul an der Truderinger Grotte. Ein ganz besonderes Highlight am Ende des Jahres. Neben uns trugen auch der Truderinger Musikverein, die FFW Trudering und erstmals die FFW Waldtrudering zum gelingen dieser Veranstaltung bei. Der gemeinsame Ausklang im Gasthof Obermaier beendete das Jahr 2010.

Ein herzlicher Dank geht an alle Mitglieder im Verein die durch ihren unermüdlichen Einsatz für den Verein tätig sind.

 

Das Jahr 2011 – Dirndlpower

Das Highlight heuer – wir haben eine Dirndlschaft! Schon lange Zeit haben uns viele Freundinnen, Bekannte, Cousinen, etc. unterstützt und waren für den Burschenverein sehr aktiv. Dem wurde heuer Rechnung getragen, indem wir gemeinsam die Truderinger Dirndlschaft im Truderinger Burschenverein gründeten. 

Bereits beim Sonnwendfeuer waren die Dirndl dann auch schon kräftig und charmant im Einsatz. Trotz des sehr unsteten Wetters (es nieselte sogar zweimal leicht) waren uns die Truderinger und alle anderen Gäste treu und strömten in Scharren. Ganz herzlichen Dank hiermit an alle Besucher, es war ein super Fest!

Das Weinfest war bei sommerlichen Temperaturen eine ganz heiße Veranstaltung. Tolle Musik, leckeres Essen und eine super-ausgelassene Stimmung. Das Highlight vor der Wiesn!

 

 

Vielen Dank für das Interesse an unserem Verein!
Euer
Truderinger Burschenverein von 1895 e. V.

 

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